01.02.2012

Abwesenheitsregelung bei Erkrankung des Kindes - Abrechnung in ProSD

Konzept zur Berechnung des Abwesenheitstyps „Kind Krank“

Was bewirkt die Berechnungsvorschrift?
Die Berechnungsvorschrift ermittelt einen verkürzten Abrechnungsbetrag, wenn neben der Abwesenheit des behinderten Mitarbeiters auch die Krankheit der Kinder berücksichtigt wird. So darf für jedes angelegte Kind des behinderten Mitarbeiters maximal 10 oder 20 Tage berücksichtigt werden. Werden diese Tage überschritten, dann erfolgt ebenfalls eine Kürzung. Dazu wird die Abrechnung zwischen Abwesenheiten des behinderten Mitarbeiters und den Abwesenheiten erkrankter Kinder aufgeteilt. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Anzahl der Kindkrank-Tage bei der Ermittlung der 3-Tage-Regelung mit bewertet werden muss. 

Welche Regelungen müssen berücksichtigt werden?
Ist der Mitarbeiter alleinerziehend, dann stehen ihm 20 Tage pro Kind und Jahr zu. Besteht eine gemeinsame Erziehung, dann stehen ihm nur 10 Tage zu. Bei mehreren Kindern darf die maximale Anzahl an Berechnungstagen 30 bzw. 50 Tage nicht überschreiten. Das Alter des Kindes wird auf 12 Jahre begrenzt.

Wie wird die Abwesenheit der einzelnen Kinder unterschieden?
Es wird nur einen Abwesenheitstyp „Kind Krank“ geben. In den Kalendernotizen wird hierzu der Name des Kindes eingetragen. Die verfügbaren Kinder sind in der erweiterten Kundenkartei als Familienangehörige unter der Kategorie „Tochter“ oder „Sohn“ einzutragen. Hier ist dann auch das Geburtsdatum zu hinterlegen und eine zusätzliche Information, ob ebenfalls eine Behinderung des Kindes vorliegt. Sind pro Tag mehrere Kinder erkrankt, so wird zwar die Anzahl bei jedem einzelnen Kind berücksichtigt, aber für den behinderten Mitarbeiter bleibt nur der  eine Abwesenheitstag.

Wie wird die Abwesenheit berechnet?
Für den behinderten Mitarbeiter erfolgt die bisherige Abrechnung mit dem Zusatz, dass der Abwesenheitstyp „Kind Krank“ bei der Ermittlung des verminderten Kostensatzes nicht mit berücksichtigt wird. Für jedes einzelne Kind wird über das bisher abgelaufene Jahr die Anzahl der Kranktage erfasst und mit dem Erziehungsfaktor (10 oder 20 Tage) verglichen. Überschreitet die Anzahl der Kranktage diesen Faktor, so wird eine Zahl ermittelt, um welche Tage der verminderte Kostensatz des Elternteils gezahlt wird.  
Bsp.: 
Abwesenheit Mutter oder Vater:   30 von 65 Tagen – keine Kürzung
Kind 1 krank:   11 von 10 Tagen – 1 Tag Kürzung
Kind 2 krank:      8 von 10 Tagen – keine Kürzung   
Gesamt : 1 Tag verminderter Kostensatz, obwohl Mutter oder Vater nur 49 Tage vergütungsrelevant abwesend waren
Zusätzlich wird die Gesamtzahl aller Krankheitstage vom Typ „Kind Krank“ auf 30 bzw. 50 Tage gedeckelt. Das bedeutet dass alle folgenden Tage sofort zur Kürzung führen.

Antrag auf Fortzahlung
Für jedes Kind muss ein eigener Antrag erzeugt werden, welcher namentlich die Fortzahlung eines verminderten Satzes beantragt.