27.01.2011

Pressemitteilung des BFW Leipzig

Berufsförderungswerk Leipzig gemeinnützige GmbH     

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Vernetzte Zusammenarbeit für und mit den Menschen mit Behinderung

 

Die Halleschen Behindertenwerkstätten (HBW) e. V. arbeiten zusammen mit der Firma PCT–Halle Systemhaus GmbH (PCT) und dem Berufsförderungswerk (BFW) Leipzig an der Realisierung eines für die Branche neuartigen, maßgeschneiderten Bildungscontrollings. Zugrunde liegt die Aufgabe, das neue Fachkonzept der Behindertenwerkstätten nicht nur inhaltlich und qualitativ, sondern auch praxisnah, individuell und EDV-technisch adäquat umzusetzen.

„Das ganze Projekt allein zu stemmen, war nicht denkbar. Hierfür benötigten wir zuverlässige Partner, die die Inhalte entsprechend den Zielen optimal realisieren konnten“, bemerkt Norbert Wendt, HBW- Geschäftsführer. „Als Institution bringen wir die Fachkenntnisse und die Erfahrung mit der Ausbildung von benachteiligten Menschen und  ihrer beruflichen Eingliederung mit. Für das restliche Know-how haben wir uns kompetente Fachleute ausgesucht.“

Dazu zählen die hallensische IT-Firma PCT und das Berufsförderungswerk Leipzig, welche das technische Know-how und die Manpower beisteuern.

„Interessant an dieser Kooperation ist das Wirken auf unterschiedlichen Ebenen: Bildungseinrichtung, Unternehmen, Praktikanten und Menschen mit Behinderung - eine Verknüpfung des 1. mit dem 2. Arbeitsmarkt, der Theorie mit der Praxis“, hält der Geschäftsführer fest.

In der Unternehmung steckt eine zweite Besonderheit: das Programmieren wird von Praktikanten unter der Federführung der IT-Firma vorgenommen. „Fähige Mitarbeiter im IT-Bereich sind schwer zu finden“, konstatiert Thomas König, Geschäftsführer von PCT. „Mit den 3 Praktikanten des BFW Leipzig sind wir sehr zufrieden, Die überdurchschnittliche Ausbildung im BFW ermöglicht, dass sie vom ersten Arbeitstag an aktiv am Projekt mitwirken konnten, ohne lange Einarbeitungszeit“.

Auch im Falle der BFW Praktikanten handelt es sich um Menschen mit Behinderung, Sebastian Reinhardt ist einer von Ihnen. Das BFW Leipzig ist eine Einrichtung der beruflichen Rehabilitation für Erwachsene mit einer von einer Krankheit oder einem Unfall verursachten Leistungseinschränkung. Eine solche Einschränkung verhindert, dass die Betroffenen weiterhin ihren ursprünglichen Beruf weiter ausüben können.

So der 23-Jährige, der Aufzugsmonteur war und im Rahmen der beruflichen Rehabilitation den Beruf des Fachinformatikers für Anwendungseinrichtung (mit Kammerabschluss) erlernt.

„Unsere Teilnehmer finden ihre Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt, denn die Leistungseinschränkung spielt in dem neuen Beruf keine Rolle“, informiert Alois Fischer, Geschäftsführer des BFW Leipzig.

Die erste Projektphase und somit die Mitwirkung der ersten BFW-Praktikanten soll mit April 2011 abgeschlossen sein. „Am Ende unserer gemeinsamen Arbeit (Dezember 2011) erwarten wir ein Instrument, das die Fähigkeiten, Stärken, Schwächen und Tätigkeitsmöglichkeiten eines jeden betreuten behinderten Menschen darstellt und abbildet“, meint Dagmar Maurer, Sozialpädagogin bei HBW. „Unser Wunschziel ist es, dass dieses Instrument – nach der Realisierung und Testung in unserer Einrichtung - auch in allen anderen Behindertenwerkstätten deutschlandweit Einsatz finden kann“.

 

In den Halleschen Behindertenwerkstätten werden 400 Teilnehmer betreut, die Mitarbeiterzahl beläuft sich auf ca. 100.

 

Für nähere Informationen zum Projekt: Dagmar Maurer, Sachgebietsverantwortliche HBW Tel.: 0345 - 5550400. Für nähere Informationen zum BFW Leipzig: G. Bisognin-Nechwatal Tel.: 03 41 - 91 75 120.

Für nähere Informationen zum Projekt bei PCT: Herr Kaye Tel.: 0345 - 530190.